Ohrläppchenkorrektur (chirurgisch)

Bei der chirurgische Ohrläppchenkorrektur werden Formveränderungen und Defekte am Ohrläppchen im Rahmen eines kleinen ambulanten Eingriffs behandelt. Häufige Gründe für die Behandlung sind eingerissene Ohrlöcher, ausgeweitete Stichkanäle nach schwerem Schmuck oder ein insgesamt erschlafftes, verlängertes Ohrläppchen. Ebenfalls angeborene Asymmetrien. Das Ohrläppchen besteht überwiegend aus weichem Binde- und Fettgewebe. Es reagiert ausgesprochen empfindlich auf Zugbelastung und verliert mit der Zeit an Spannkraft. Dadurch können sich Ohrlöcher vergrößern oder vollständig einreißen. Dies kommt sehr häufig vor und betrifft einen Großteil der Frauen ab 40 Jahren. Der Eingriff erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung. Eingerissene oder stark gedehnte Bereiche werden chirurgisch entfernt und das Gewebe anschließend schichtweise neu adaptiert. Dabei achtet der Operateur auf eine spannungsarme Nahtführung und eine harmonische Form des Ohrläppchens. Bei ausgeprägten Defekten wird das Ohrläppchen zunächst rekonstruiert. Ein neues Ohrloch kann frühestens nach vollständiger Abheilung angelegt werden, meist nach einigen Wochen. Die Heilung verläuft in der Regel verhältnismäßig schnell und unkompliziert. Leichte Schwellungen oder Rötungen infolge der Behandlung klingen innerhalb weniger Tage ab. Die Narbe liegt direkt im Ohrläppchen und ist später kaum noch sichtbar.