Als Sophia Wollersheim öffentlich machte, sich Rippen für eine schmalere Taille entfernt zu haben, sorgte das für Diskussionen. Dr. Karl Schuhmann erklärt, warum dieser Trend aus medizinischer Sicht kritisch zu sehen ist.
Was passiert bei einer Rippenentfernung?
Um den Taillenumfang zu reduzieren, werden Anteile der unteren Rippenbögen entfernt. Die Operation erfordert einen großen Schnitt, verletzt Muskeln, Nerven und Weichteile – und schwächt den natürlichen Schutz für Herz, Lunge und Bauchorgane.
Warum Dr. Schuhmann abrät
Das Rippenkorsett stabilisiert den Oberkörper, unterstützt die Atmung und schützt vor Traumata. Eine künstliche Verkleinerung kann zu chronischen Schmerzen, Atemproblemen oder Organverletzungen führen. Die Risiken stehen in keinem Verhältnis zum ästhetischen Gewinn.
Sichere Alternativen
Deutlich sanfter sind maßgeschneiderte Body-Contouring-Konzepte: Fettabsaugung an Flanken und Rücken, eine Bauchdeckenstraffung oder kombinierte Hautstraffungen. Ergänzend helfen Muskelaufbauprogramme und Ernährungscoaching, die Taille optisch zu betonen – ohne die Statik des Körpers zu gefährden.
Beratung statt Trends
Extreme Eingriffe verbreiten sich rasch über soziale Medien. Eine realistische Beratung setzt Grenzen, erklärt Risiken und zeigt Alternativen. Ziel ist immer ein ästhetisches Ergebnis, das mit der Gesundheit im Einklang steht.
