Zwei Wochen lang operierte Dr. Schuhmann zusammen mit einem deutsch-schweizerischen Team in Bangalore. Der BILD-Bericht zeigt, wie aus ästhetischer Expertise echte Wiederherstellungschirurgie wird – und warum jedes Jahr hunderte Patient:innen auf die Hilfe warten.
Vom Notfall zur Chance
In Indien führen offene Feuerstellen, Stromunfälle oder Säureangriffe zu schweren Verbrennungen. Ohne Operationen versteifen Hände und Gelenke, Kinder können nicht greifen oder gehen. Hauttransplantationen, Z-Plastiken und Sehnenverlagerungen geben Beweglichkeit zurück.
Teamwork vor Ort
Acht Operateure, Anästhesie, OP-Pflege und lokale Partner arbeiten Hand in Hand. Während ein Teil operiert, versorgt ein anderes Team die nächste Patient:innenkohorte. Material und Instrumente reisen im Gepäck mit – improvisationsstark und dennoch hygienisch auf Klinikstandard.
Zahlen & Ergebnisse
76 Eingriffe in 14 Tagen, davon rund 40 Narben- und Handrekonstruktionen sowie 15 Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. Jede Operation bedeutet ein neues Leben ohne Schmerzen, mehr Selbstständigkeit – und oft die Möglichkeit, wieder zur Schule zu gehen oder zu arbeiten.
Langfristige Unterstützung
Der Einsatz endet nicht mit der Abreise. Nachsorgetermine, digitaler Austausch mit lokalen Ärzt:innen und Spendenaktionen sichern Nachhaltigkeit. Viele Patient:innen besucht das Team bei Folgemissionen erneut, um Fortschritte zu prüfen oder Feinkorrekturen vorzunehmen.
