17. Juli 2020Artikel

Quelle: face & body Magazin 02/20

HIFU-Behandlung zur Hautstraffung und Fettreduktion

HIFU ist eine der spannendsten Entwicklungen der letzten Jahre. Sie kombiniert Lifting, Strukturverbesserung und selektive Fettreduktion – völlig ohne Skalpell – und eröffnet damit neue Wege für Patient:innen mit Wunsch nach sanften, effektiven Behandlungen.

Wie HIFU wirkt

HIFU steht für High Intensity Focused Ultrasound. Gebündelte Ultraschallenergie wird punktgenau in tiefe Hautschichten eingebracht, ohne die Oberfläche zu verletzen.

Der Ultraformer III® erwärmt das Zielgewebe für Millisekunden auf bis zu 75 °C. Die kontrollierte Hitze löst Schrumpfungsreaktionen und eine intensive Kollagenneubildung aus – die Haut strafft sich von innen.

Technologie mit Tiefenwirkung

Verschiedene Aufsätze behandeln Hauttiefen von 1,5 bis 9 Millimetern. So können Dermis, SMAS-Schicht und subkutanes Fett differenziert angesprochen werden. Die Energie wirkt ausschließlich im Zielareal, umliegendes Gewebe bleibt geschont.

Bereits nach einer Sitzung zeigt sich ein erster Lifting-Effekt, der sich in den folgenden Wochen durch die natürliche Kollagenregeneration verstärkt. Ausfallzeiten entstehen nicht; leichte Rötungen klingen binnen Stunden ab.

  • Keine Schnitte, keine Narben, keine Narkose
  • Sofort sichtbare Straffung, volles Ergebnis nach 2–3 Monaten
  • Kombinierbar mit Radiofrequenz, Skinboostern oder Injektionsbehandlungen

Anwendungsgebiete im Gesicht

HIFU definiert die Jawline, reduziert Doppelkinn und strafft Wangenpartien. Augenbrauenlifting, Behandlung der Krähenfüße oder der Stirn zählen ebenfalls zu den Stärken der Methode.

Auch Raucherfältchen an der Oberlippe, Marionettenlinien oder ein erschlafftes Dekolleté lassen sich gezielt glätten – immer mit Fokus auf natürliche Resultate.

  • Augen: Krähenfüße, Augenbrauenlifting, Tränensäcke
  • Gesicht: Wangen, Nasolabialfalten, Jawline
  • Hals & Dekolleté: Konturierung und Strukturverbesserung

Body-Contouring und Fettreduktion

Am Körper strafft HIFU Oberarme, Bauch, Hüften oder Oberschenkel. Auch lokale Fettdepots – etwa am BH-Rand, an den Knien oder im Bereich des Doppelkinnt – lassen sich reduzieren.

Die Behandlung eignet sich als Alternative für Patient:innen, die ohne OP straffen möchten oder nach einer Gewichtsabnahme gezielt Konturen modellieren wollen.

  • Winkearme, Achselfett und Bauchdecken
  • Hüfte, Gesäß, Reiterhosen oder Innenoberschenkel
  • Knie, Wade und kleine Fettdepots am Rücken

Natürlich straffer – ohne Auszeit

Gerade für vielbeschäftigte Patient:innen ist HIFU attraktiv: Die Behandlung dauert je nach Areal 30 bis 90 Minuten, danach können Sie ohne Einschränkung in den Alltag zurückkehren. Langfristig profitieren Sie von einer regenerierten, festeren Hautstruktur.

FAQ

Für wen eignet sich HIFU?

HIFU ist ideal, wenn Sie moderate Hauterschlaffung korrigieren oder Konturen straffen möchten – ohne Ausfallzeit. Bei ausgeprägtem Hautüberschuss beraten wir zu chirurgischen Alternativen.

Wie viele Sitzungen sind notwendig?

In vielen Fällen reicht eine Sitzung. Bei größeren Arealen oder stärkerer Erschlaffung planen wir zwei bis drei Behandlungen im Abstand von einigen Monaten.

Was ist nach der Behandlung zu beachten?

Sie sind sofort gesellschaftsfähig. Leichte Rötungen oder ein Spannungsgefühl klingen schnell ab. Wichtig sind Sonnenschutz und eine hydratisierende Pflege, um den Regenerationsprozess zu unterstützen.

Kann HIFU mit anderen Methoden kombiniert werden?

Ja. Besonders effektiv ist die Kombination mit Skinboostern, Radiofrequenz oder Injektionsbehandlungen. Wir erstellen einen Behandlungsplan, der Hauttyp und Ziele berücksichtigt.

Über den Autor

Dr. med. Karl Schuhmann

Dr. med. Karl Schuhmann

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie & Handchirurg

Mit mehr als 30.000 Eingriffen und mehrjähriger Tätigkeit als Chefarzt führt Dr. Schuhmann seit 2016 als Gründer von artethic® seine Praxen in Düsseldorf und Berlin.

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