Fibrose
Der Begriff der Fibrose beschreibt eine vermehrte Bildung von Bindegewebe als Reaktion auf eine Schädigung oder anhaltende Reizung. Der Körper ersetzt dabei geschädigtes Gewebe durch faserreiches, dichteres Gewebe. Dieses ist weniger elastisch und verändert die ursprüngliche Struktur. In der ästhetischen Medizin tritt Fibrose unter anderem nach Injektionen, operativen Eingriffen oder wiederholten mechanischen Belastungen auf. Auch Entzündungsprozesse im Gewebe können diesen Umbau auslösen. Das betroffene Areal fühlt sich oft verhärtet an. Unter der Haut lassen sich Knoten oder Stränge tasten. Die Oberfläche kann unregelmäßig wirken. Je nach Lage entstehen Spannungsgefühle oder Einschränkungen in der Beweglichkeit. Die Ausprägung variiert deutlich. Leichte Fibrosen bleiben oft unauffällig, ausgeprägtere Veränderungen können das ästhetische Ergebnis beeinflussen oder Beschwerden verursachen. Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Tiefe und Umfang der Veränderung. Manuelle Techniken wie gezielte Massagen können das Gewebe lockern und die Durchblutung fördern. Injektionen, etwa mit enzymatischen oder entzündungshemmenden Substanzen, werden eingesetzt, um verhärtete Strukturen aufzulösen. Energiebasierte Verfahren wie Laser oder Radiofrequenz können die Gewebequalität verbessern. In komplexen Fällen kann ein operatives Vorgehen sinnvoll sein, um fibrotische Strukturen zu lösen oder zu entfernen. Ziel jeder Behandlung ist es, die Gewebestruktur wieder geschmeidiger zu machen, die Oberfläche zu glätten und funktionelle Beschwerden zu reduzieren.