Hände sind komplexe Werkzeuge. Der Artikel erklärt, wie typische Erkrankungen wie Karpaltunnelsyndrom, Rhizarthrose und Schnappfinger entstehen – und welche Therapien Betroffenen wieder Lebensqualität zurückgeben.
Karpaltunnelsyndrom – wenn die Hände einschlafen
Der Karpalkanal ist ein enger Durchgang in der Handwurzel. Verdickte Sehnen oder entzündliche Prozesse erhöhen den Druck auf den Nervus medianus.
Typisch sind nächtliche Schmerzen, Kribbeln im Daumen-, Zeige- und Mittelfinger sowie Kraftverlust. Eine Nervenleitmessung bestätigt die Diagnose und hilft, das richtige Therapiekonzept zu wählen.
- ✓Orthesen und Ruhigstellung entlasten den Nerv
- ✓Injektionen oder physikalische Therapie lindern Entzündungen
- ✓Bei bleibenden Beschwerden schafft eine schonende Spaltung des Karpaldachs Abhilfe
Rhizarthrose – Verschleiß am Daumensattelgelenk
Das Daumensattelgelenk ermöglicht die Oppositionsbewegung. Durch Verschleiß des Gelenkknorpels entstehen stechende Schmerzen, besonders beim Greifen und Drehen.
Konservative Maßnahmen wie Handtherapie, Orthesen und entzündungshemmende Medikamente verlangsamen den Verlauf. Bei fortgeschrittener Arthrose schafft eine Operation – etwa eine Resektionsarthroplastik – dauerhafte Entlastung.
Schnappfinger – wenn Sehnen hängenbleiben
Beim Schnappfinger verdickt sich das Ringband, durch das die Beugesehne gleitet. Der Finger hakt, schnappt oder lässt sich nur unter Schmerzen strecken.
In frühen Stadien helfen Schonung, Schienen und Injektionen. Bleiben die Symptome, befreit eine minimalinvasive Operation die Sehne dauerhaft.
Aufmerksam sein, bevor es schmerzt
Regelmäßige Pausen, ergonomisches Arbeiten und gezielte Handübungen beugen Überlastungen vor. Wer Warnsignale früh ernst nimmt, braucht sich vor dauerhaften Schäden nicht zu fürchten.
