Arthrose zählt zu den häufigsten degenerativen Erkrankungen der Handgelenke. Mit zunehmendem Verschleiß der Knorpelschicht verliert das Gelenk seine glatte Gleitfläche – Bewegungen werden schmerzhafter, der Griff unsicherer. Der Körper versucht, die Schäden zu kompensieren, bildet jedoch Knochenanbauten, die Finger und Daumen klobiger erscheinen lassen.
Früh erkennen, gezielt handeln
Je früher Arthrose diagnostiziert wird, desto besser lässt sich der Verschleiß bremsen. Bereits Stadium 2 oder 3 eignet sich, um mit angepasster Lebensweise, physikalischen Maßnahmen und gezielten Medikamenten gegenzusteuern.
Typische Symptome
- Rasche Ermüdbarkeit oder eingeschränkte Beweglichkeit der Finger
- Morgensteifigkeit – Hände fühlen sich „eingerostet“ an, lösen sich aber nach kurzer Zeit
- Schmerzen zunächst nur unter Belastung, später auch in Ruhe
- Sichtbare Veränderungen: Verdickte, klobige Gelenke durch Knochenanbauten
Therapiebausteine
Nicht-medikamentöse Maßnahmen
Aufklärung, ergonomische Anpassungen, Physiotherapie (Wärme, Akupunktur) und orthopädische Hilfsmittel wie Schienen stabilisieren Gelenke und reduzieren Schmerzen.
Medikamentöse Unterstützung
Schmerzmittel wie Paracetamol oder – bei Bedarf – nichtsteroidale Antirheumatika lindern Beschwerden und erhalten Beweglichkeit.
Gezielte Nachsorge
Frühe Therapie im Stadium 2 oder 3 kann den Verlauf positiv beeinflussen. Regelmäßige Kontrolle hilft, Eingriffe zu planen und Folgeschäden zu vermeiden.
Worauf Patient:innen achten sollten
Regelmäßige Bewegung, gelenkschonende Alltagsroutinen und individuell angepasste Hilfsmittel unterstützen den Therapieerfolg. Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden empfiehlt sich eine erneute ärztliche Beurteilung, um Optionen wie Infiltrationen, Handtherapie oder operative Eingriffe zu besprechen.
