RTL Punkt 12 zeigte, wie wichtig eine Brustrekonstruktion nach einer Krebsbehandlung sein kann. Für viele Patientinnen bedeutet der Eingriff ein Stück Normalität und Selbstbewusstsein zurückzugewinnen.
Vom Schicksalsschlag zum Wiederaufbau
Nach der Tumorbehandlung fehlt häufig genügend Gewebe, um eine natürlich geformte Brust zu erhalten. Im TV-Beitrag erklärt Dr. Karl Schuhmann, welche Fragen vor der Rekonstruktion geklärt werden: Welche Therapie fand statt? Wie viel Haut ist vorhanden? Welche Methode passt zur Lebenssituation der Patientin?
Implantat oder Eigengewebe?
Bei ausreichender Haut lässt sich die Brust mit Expandern und Implantaten wieder aufbauen. Muss zusätzlich Volumen geliefert werden, kommen Eigengewebstransfers – etwa vom Unterbauch – zum Einsatz. Oft wird die gesunde Seite mit einer Straffung oder Verkleinerung angepasst, um Symmetrie zu schaffen.
Psychologische Unterstützung
Eine Brustrekonstruktion ist nicht nur ein chirurgischer, sondern auch ein emotionaler Prozess. Gespräche mit Psychoonkolog:innen, Austauschgruppen und individuelle Beratung helfen, Ängste zu reduzieren und realistische Erwartungen aufzubauen.
Nachsorge und Feinkorrekturen
Kompressionswäsche, Lymphdrainage und Geduld sind entscheidend. In einem zweiten Schritt lässt sich die Brustwarze rekonstruieren oder mit einem Tattoo nachbilden. Regelmäßige Kontrollen sorgen dafür, dass sich das rekonstruierte Gewebe optimal entwickelt.
