24. Juni 2026

Für wen eignet sich das One-Stitch-Lifting wirklich?

Für wen eignet sich das One-Stitch-Lifting wirklich?

Auf einen Blick

  • Kompakte Zusammenfassung der wichtigsten Fakten zum Thema
  • Einordnung der aktuellen Entwicklungen und Hintergründe
  • Antworten auf häufige Fragen der Leserinnen und Leser
  • Verweise auf weiterführende, thematisch verwandte Artikel

Dr. Karl Schuhmann gehört zu den ersten Chirurgen Deutschlands, die das One-Stitch-Facelift eingeführt und über viele Jahre weiterentwickelt haben. Die Methode zählt heute zu den bekanntesten minimalinvasiven Facelift-Varianten entlang der Jawline. Bei der richtigen Patientin oder dem richtigen Patienten erzielen wir sehr schöne, natürliche Ergebnisse, das Verfahren eignet sich aber ausdrücklich nicht für jeden. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Behandlung ist eine ehrliche, fundierte Beratung.

Kleine Straffung, große Wirkung?

Kaum eine Facelift-Methode wird seit Jahren so häufig diskutiert wie das One-Stitch-Lifting.

Die Gründe: Die Methode ist hautschonend, wir benötigen vergleichsweise kleine Zugänge. Die Ausfallzeiten sind kurz und die Wirkung bei richtiger Technik sehr natürlich. Alles in allem ist das One-Stich bei beginnender Hauterschlaffung im unteren Gesicht mehr als überzeugend.

Wir empfehlen dieses Facelift z. B. Patienten mit einer verschwommenen Kinnkontur und beginnenden Hängebäckchen. Die Wangenpartie wird in Richtung Schläfe gestrafft. Voraussetzung ist eine ausreichende Hautstabilität!

Eine besondere Form des SMAS-Facelifts

Das One-Stitch-Lifting gehört zu den SMAS-Techniken.

Das SMAS ist eine tiefere Gewebeschicht aus Bindegewebe, Muskulatur und Fett, die maßgeblich für Spannung und Kontur verantwortlich ist. Wir beziehen diese Struktur bei allen modernen Facelifts mit ein – vom Deep-Plane-Facelift bis zum Halslift.

Beim One-Stitch-Lifting wird das Gewebe entlang der Kontur der Jawline und des Mittelgesichts repositioniert und sanft gestrafft. Die Kontur der Jawline wird definierter in Richtung Schläfenbereich. Die Wangenpartie wird nicht automatisch mitgestrafft. Die Nasolabialfalte wird nicht entfernt.

Dr. Karl Schuhmann und das One-Stitch-Lifting

Dr. Karl Schuhmann war als einer der ersten Fachärzte führend an der Etablierung der Methode beteiligt. Über die Jahre wurde diese von vielen Chirurgen aufgegriffen.

Die Erfahrung aus zahlreichen Eingriffen zeigt aber auch: Das Verfahren ist nur bei der richtigen Indikation erfolgreich.

Oder, wie Dr. Karl Schuhmann es beschreibt:

“Das One-Stitch-Lifting gehört zu den elegantesten Facelift-Verfahren, ist aber nicht für jeden Patienten geeignet.“

Wann eignet sich das One-Stitch-Lifting?

Richtungsweisend sind die folgenden Punkte:

beginnendem Absinken der Wangenpartie

Jawline verliert an Kontur

leichte Jowls (Hängebacken)

nach einer bereits erfolgten Kollagenstimulation durch z. B. Sculptra

Wer besonders profitiert: Personen, die sich eine sichtbare Verbesserung wünschen, aber noch kein großes Facelift benötigen.

Und wann eher nicht?

Bei starkem Hautüberschuss, hängender Haut oder ausgeprägter Halserschlaffung reicht ein One-Stitch-Lifting nicht aus. Die Alternativen sind andere Ansätze wie die Deep-Plane-Technik. Mit diesen Facelifts erreichen wir Ergebnisse, die deutliche Effekte bringen und viele Jahre halten.

Für ein gutes Ergebnis wichtig:

WELCHE ERWARTUNGSHALTUNG HAT DER PATIENT/DIE PATIENTIN?

Tipp: Straffen Sie Ihre Haut in Richtung Schläfe. Heben Sie mit einem Finger ihre Haut vor dem Spiegel an, mit zwei Fingern oder mit der ganzen Hand? Benötigen Sie nur einen Finger, dann kann das One-Stitch-Facelift die Methode Ihrer Wahl sein.

Was ist nun der erste Schritt? Das ist klar die persönliche Untersuchung. Fotos oder Videos reichen hierfür nicht, denn die Hautspannung, Gewebequalität, Elastizität und Zugrichtungen bedürfen einer direkten Beurteilung. in Düsseldorf oder Berlin

Kombinationen

Je nach Ist-Zustand der Haut kombinieren wir das One-Stitch-Lifting mit Scuoptra oder mit Filler / Hyaluron. Für maximale Effekte ohne Ausfallzeit und sofortiger Geschäftsfähigkeit.

Erfahrung und ehrliche Beratung

Ein Großteil unserer Patientinnen und Patienten kommt mit konkreten Vorstellungen zu uns. Häufig gewünscht wird eine geringe Ausfallzeit und keine Vollnarkose. Ebenso häufig eine jugendlichere und klare Gesichtskontur. Wir nehmen uns Zeit für einen Gesamteindruck:
Welche Methode passt wirklich?
Wie viel Straffung ist sinnvoll?
Und welches Verfahren wirkt langfristig stimmig?

Das sind wichtige Fragen. Manchmal ist das One-Stitch-Lifting die Antwort. Und manchmal passen Alternativen besser.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange hält ein One-Stitch-Lifting?

Das Ergebnis kann abhängig von der Hautqualität, der Gewebestruktur, des Lebensstils und der individuellen Anatomie für viele Jahre stabil bleiben. Starke Gewichtsschwankungen oder ausgeprägte Hauterschlaffung können den Verlauf beeinflussen. Für ein haltbares Ergebnis sind, passend zur Haut, Kombinationen mit zum Beispiel Biostimulatoren möglich.

Ist das One-Stitch-Lifting ein Ersatz für ein Deep-Plane-Facelift?

Das One-Stitch-Lifting eignet sich vor allem bei frühen bis moderaten Veränderungen entlang der Jawline und des Mittelgesichts. Bei stärkerem Hautüberschuss oder hängender Haut sind andere Facelift-Methoden wie zum Beispiel das Deep-Plane-Facelift zielführender für ein gutes und ästhetisches Ergebnis, das für viele Jahre für Zufriedenheit sorgt. Das One-Stitch ersetzt nicht das Ergebnis eines Deep Plane Facelifts.

Kann das One-Stitch-Lifting mit anderen Behandlungen kombiniert werden?

Bei artethic® kombinieren wir die Methode je nach Hautzustand mit Biostimulatoren, Filler, Exosomen, Polynukleotide, Radiofrequenz Morpheus 8. Auf diese Weise lassen sich Kontur, Volumen und Hautqualität harmonisch aufeinander abstimmen.

Über den Autor

Dr. med. Karl Schuhmann

Dr. med. Karl Schuhmann

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie & Handchirurg

Mit mehr als 30.000 Eingriffen und mehrjähriger Tätigkeit als Chefarzt führt Dr. Schuhmann seit 2016 als Gründer von artethic® seine Praxen in Düsseldorf und Berlin.